Moskau: die größte Stadt Europas
Moskau als Hauptstadt von Russland ist mit seinen über zehn Millionen Einwohnern die größte Stadt Europas. Dort leben Angehörige von mehr als hundert Nationalitäten und Ethnien. Mit neun Bahnhöfen, drei internationalen Flughäfen und drei Binnenhäfen ist die Stadt der wichtigste Verkehrsknotenpunkt des Landes.
Zu den zahlreichen sehenswerten Bauwerken gehören unter anderem Denkmäler und Kirchen. Allein die Russisch-Orthodoxe Kirche hat seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Großraum Moskau etwa 1000 Kirchen renoviert und 200 neue Kirchen gebaut. Der Hauptplatz von Moskau und auch eines der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist der Rote Platz, der an den Kreml grenzt. Hier befindet sich das Lenin-Mausoleum. Der Name des Platzes ist nicht politisch gemeint und bezieht sich auch nicht auf die Farbe der Kreml-Mauern. Auf Russisch heißt der Platz „Krasnaja Ploschtschad“, das hieß früher im Altrussischen „Schöner Platz“. Mittlerweile hat sich jedoch die Bedeutung des Wortes „Krasnaja“ verändert, es heißt heute „Rot“.
Neben dem Platz befinden sich einige Gräber. In die Kreml-Mauern sind Urnen mit der Asche berühmter Persönlichkeiten eingelassen, unter anderem von Josef Stalin. Der Kreml selbst ist das bedeutsamste Bau- und Geschichtsdenkmal der Stadt. Die Mauern und 19 Türme wurden im 15. Jahrhundert errichtet und waren damals eine imposante Befestigungsanlage.
Straßen und Plätze des Stadtkerns umrahmen zahlreiche weitere Bau- und Geschichtsdenkmäler des 15. bis 18. Jahrhunderts. Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Zentrum Moskaus mit einer neun Kilometer langen und 30 Türme zählenden Stadtmauer umgeben, die aber nicht erhalten ist.